Wohnraumanpassung und der Hausnotruf



Die Gründe, die für die Anschaffung eines Hausnotrufs sprechen, sind meistens auch ein gutes Argument für eine Wohnraumanpassung. Erfahren Sie in diesem Artikel, wie eine Wohnraumanpassung begleitend zum Hausnotruf die Gefahren und Hindernisse im Haushalt reduzieren kann.

Wann ist eine Wohnraumanpassung sinnvoll?

Personen, die einen Hausnotruf benötigen, tun dies oft aufgrund ihres Alters oder wegen einer Behinderung. Aus denselben Gründen kann auch eine Wohnraumanpassung sinnvoll sein. Wenn im Alter das Sehvermögen und die Agilität schwinden, können bereits kleine Stufen oder Absätze die Ursache für einen Unfall darstellen. In solchen Fällen kann ein Treppenlift eine mögliche Lösung darstellen. Häufig ist zudem schlichtweg nicht genügend Platz vorhanden, vor allem im Bad, um sich frei bewegen zu können. Oft ist auch der Einstieg in die Dusche problematisch oder die Personen neigen zum Ausrutschen auf den Böden der Dusche oder des Badezimmers. Des Weiteren kann das Recken und Strecken nach ungünstig angebrachten Fensteröffnern oder anderen Bedienelementen einen Unfall zur Folge haben. Wenn die Senioren dagegen barrierefrei bauen, können sich diese Barrieren und die damit zusammenhängenden Gefahren reduzieren lassen. Wichtig für eine sinnvolle Anpassung sind vor allem eine gute Beratung und eine genaue Planung.

Barrierefreies Bauen  – Was muss man beachten?

Möchte man eine Wohnung altersgerecht umbauen oder auch an die Bedürfnisse einer behinderten Person anpassen, heißt das, dass man nicht nur die Wohnung selbst, sondern auch die Zugänge barrierefrei gestalten muss. Auch der Weg zur Eingangstür, zum Mülleimer und entsprechend der Zugang zur Wohnung innerhalb des Hauses sind damit ebenfalls zu berücksichtigen. Viele Institutionen bieten zudem Förderungen an, mit denen man zinsgünstige Kredite oder Zuschüsse für eine  Wohnraumanpassung erhalten kann. So kann man bundesweit bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau Kredite für einen barrierefreien Umbau aufnehmen oder bei Vorliegen einer Pflegestufe einen Zuschuss der Pflegekasse in Anspruch nehmen. Von allen Bundesländern gibt es zudem regionale Fördermittel.

Hausnotrufe für das Restrisiko

Wenn die Barrieren beim Umbau behoben wurden, ist bereits ein großer Schritt für die Sicherheit getan worden. Nun bleibt noch das allgemeine Risiko für einen Unfall des Senioren oder des Behinderten, gerade auch bei bestehenden Vorerkrankungen. Um sich diesbezüglich so gut wie möglich abzusichern, ist ein Hausnotruf sinnvoll. Die Wohnraumanpassung kann beispielsweise für die Installation von Fallsensoren im Boden oder anderen krankheitsspezifischen Zusatzfunktionen eine gute Gelegenheit bieten.