Was ist AAL? – Ambient Assisted Living und der Hausnotruf



In diesem Artikel erfahren Sie, welche Möglichkeiten die Entwicklungen des Ambient Assisted Living bieten und wie diese Technologien, gerade in Verbindung mit einem Hausnotruf, die Sicherheit und den Komfort im Alltag von Senioren positiv beeinflussen können.

Was ist AAL?

AAL Ambient Assisted Living bezeichnet verschiedene Technologien und Dienstleistungen, die hauptsächlich das alleinige Wohnen im Alter und bei Krankheit ermöglichen und erleichtern sollen. Dabei wird vor allem auf eine Steigerung der Lebensqualität und der Sicherheit Wert gelegt. Durch den demographischen Wandel und die allgemein steigenden Ansprüche an die Lebensqualität, wächst diese Branche stark und damit auch die Anzahl der angebotenen Technologien. In diesem Artikel stellen wir Ihnen viele verbreitete Technologien vor, die gerade in Verbindung mit einem Hausnotruf genutzt werden können.

Welche Funktionen bietet das Ambient Assisted Living?

Die Technologien, die für die Erleichterung des Alltags von Senioren und Personen mit Vorerkrankungen eingesetzt werden können, sind vielseitig. Bereits die ästhetisch ansprechende Gestaltung von Bedienelementen und Pflegehilfsmitteln gilt als Ambient Assisted Living. Schon simple Verbindungen bereits vorhandener Systeme mit dem Hausnotruf können die Sicherheit drastisch erhöhen. So bietet die Koppelung an Rauchmelder eine höhere Sicherheit, welche in Kombination mit einer Herdplattenüberwachung, gerade bei Demenzkranken, sinnvoll ist. Auch die Verbindung des Hausnotrufs mit Druck- und Temperatursensoren kann sinnvoll sein, falls die ältere Person das Schließen des Fensters längere Zeit vergisst. Zudem kann der Hausnotruf auch an Wassermelder, Gasmelder oder Einbruchsensoren gekoppelt werden. Registrieren die Sensoren oder Melder dann eine Unregelmäßigkeit, ertönt nicht nur ein Signal, sondern diese senden einen zusätzlichen Alarm an die Zentrale des Hausnotrufanbieters. Dieser nimmt dann mit dem Senioren Kontakt auf und bringt in Erfahrung, was für eine Notlage eingetreten ist und kann entsprechend Hilfe entsenden.

Aber auch ausgefallenere, intelligente Systeme können beim Ambient Assisted Living AAL mit dem Hausnotruf kombiniert werden. Spezielle Fallsensoren können in der Wohnung des Senioren installiert werden und registrieren Stürze. Auch in diesem Fall würde dann ein entsprechender Alarm an den Hausnotrufanbieter gesendet werden. Eine solche Technologie findet gerade bei Personen mit Krankheitsbildern die plötzlich auftretende Symptome aufweisen eine sinnvolle Anwendung. Beispielsweise für Senioren mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, für Epileptiker oder für Personen die bereits einen Schlaganfall erlitten haben, ist diese Option empfehlenswert. Epileptiker können außerdem Matten nutzen, die Anfälle auch während des Schlafens registrieren und in diesem Fall sofort einen Alarm beim Hausnotrufanbieter anzeigen. Auch für das Krankheitsbild Demenz gibt es Ambient Assisted Living Technologien, die die Sicherheit der betroffenen Person steigern. Kontaktmatten vor der Haustür können ein ungewöhnliches Verlassen der Wohnung melden und eine Ortung über das Notrufarmband kann das Auffinden einer entlaufenen, dementiell erkrankten Person stark erleichtern und so die Selbstgefährdung reduzieren.