Notrufarmband



Beim Notrufarmband handelt es sich um den Handsender, der per Funk mit der Basisstation des Hausnotrufsystems verbunden ist und mit dem der Notruf aus allen Zimmern der Wohnung ausgelöst werden kann. Je Beschaffenheit der Umgebung können Standard-Notrufarmbänder, die nur über den Sender mit einem roten Notrufknopf auf einem Armband auf Kunststoff oder Kunstleder verfügen, Funksignale von bis zu 50 Metern in Wohnungen an die Basisstation übertragen. Hersteller bieten diese Art des Funkfingers mit Reichweiten von bis zu 200 Metern im Freien an.

Etwa der Deutsche Familienverband in Nordrhein-Westfalen empfiehlt das Notrufarmband gegenüber dem um den Hals getragenen Funkfinger als praktischere und sicherere Lösung für Seniorinnen und Senioren mit Hilfebedarf. Denn das wasserdichte Notrufarmband könne dauerhaft getragen werden und sorge gerade in Bädern und feuchten Räumen, wo es häufiger zu Stürzen oder Unfällen kommt, für mehr Sicherheit der Nutzer. Während ein Halsband mit Funksender nachts besser abgelegt werden sollte, um ein Verheddern der Schnüre im Schlaf zu verhindern, könne das Notruf-Armband bequem auch zu Nachtzeiten getragen werden. Zum Beispiel bei einem nächtlichen Sturz findet ein Betroffener sein Notrufarmband auch im Dunkeln oder bei schlechter Beleuchtung am Handgelenk, ohne länger suchen zu müssen, und könne seine Helfer sofort per Knopfdruck verständigen.

Kostspieligere Varianten des Notrufarmbandes sind zum Beispiel als Notrufuhr gestaltet, selbst mit einem Mikrophon und einem Lautsprecher ausgestattet und  verfügen über besonders starke Sender mit hoher Reichweite. Völlig unabhängig von einer Hausnotruf-Basisstation können Senioren über solche Geräte vom freien Gelände aus per Knopfdruck direkt mit einer Notrufzentrale, ihrem Alten- und Pflegeheim, nahestehenden Angehörigen, einem Pflegedienst oder anderen Hilfskräften in Verbindung treten. Direkt von diesen aufwändigen Geräten aus, die  gegenüber dem Notruf-Armbändern mehrere Zusatzfunktionen bietet, können sie Alarm auslösen, ihre Notlage schildern und gegebenenfalls Hilfe anfordern.

Kombinierbar sind Notrufarmbänder gegen Aufpreis auch mit Sturz- oder Rauchmeldern, die der Hausnotrufzentrale oder zum Beispiel einem Alten- und Pflegeheim automatisch einen Sturzunfall oder den Ausbruch eines Feuers mit Rauchentwicklung melden und Alarm schlagen. Häufig sind Notrufarmbänder mit leistungsfähigen Nickel-Wasserstoff-Batterien ausgestattet, die die Notrufzentrale automatisch benachrichtigen, wenn sie aufgeladen werden müssen.