Multiple Sklerose und der Hausnotruf



Erfahren Sie in diesem Artikel, wie Ihnen bei Multiple Sklerose ein Hausnotruf mehr Sicherheit geben kann, welche Folgen diese Krankheit für Betroffene hat und was es für Neuerungen speziell im Bereich der Sensoren für einen Hausnotruf gibt.

Welche Folgen hat Multiple Sklerose für Betroffene?

Multiple Sklerose ist eine irreversible Schädigung des Zentralen Nervensystem, die sich in den unterschiedlichsten neurologischen Symptomen äußert. Während anfänglich nach den Schüben häufig noch eine vollständige Erholung von den auftretenden Symptomen eintritt, bleiben mit Fortschreiten der Krankheit meistens Symptome in abgeschwächter Form oder vollständig zurück. Die häufigsten Symptome  am Anfang des Krankheitsverlaufs sind Taubheit in den Extremitäten und vorrübergehende Sehstörungen. Andere weitverbreitete Symptome sind etwa Lähmungen oder Krämpfe. Multiple Sklerose bestimmt mit Fortschreiten der Krankheit zunehmend den Alltag der betroffenen Person und schränkt stark die Lebensqualität ein, insbesondere alleine zu wohnen oder alleine alltäglichen Tätigkeiten nachzugehen wird zu einer echten Herausforderung.

Wie kann ein Hausnotruf helfen?

Ein Hausnotruf besteht technisch betrachtet aus zwei Komponenten, einer Basisstation, die als Grundlage für die Freisprecheinrichtung dient und einem „Funkfinger“, dem Kontaktaufnahmeknopf am Handgelenk oder um den Hals des Betroffenen. Im Notfall kann der Nutzer dann den Notrufknopf drücken und über die Freisprecheinrichtung, welche in der ganzen Wohnung funktioniert, mit der Notrufzentrale des Anbieters Kontakt aufnehmen, wo deren Mitarbeiter dann diverse Daten, wie Adresse und zu benachrichtigenden Personen, angezeigt bekommen.

Bei einer Person mit Multipler Sklerose kann ein Hausnotruf sinnvoll sein, denn dann kann das Team des Notrufanbieters nicht nur die Adresse des Betroffenen, sondern auch bekannte Symptome und Medikamente anzeigen lassen. Auch die Telefonnummer des behandelnden Arztes, der Familie und der Nachbarn können hilfreiche Informationen sein, um diese im Notfall nicht nur zu verständigen, sondern um eventuell dabei auch noch aktuellere Informationen über den Zustand des Betroffenen in den Vortagen einzuholen. Da die eintreffenden Helfer dann bereits bestens informiert sind, kann dies einen entscheidenden Vorteil darstellen. Da eines der häufigsten Symptome die Einschränkung des Sehvermögens ist, kann ein Knopf um das Handgelenk oder um den Hals die Wahl des Notrufes sinnvoll erleichtern. Bei Lähmungen und Krämpfen kann der Gang zum Telefon sehr beschwerlich sein und die Kontaktaufnahme über eine Freisprechanlage in der ganzen Wohnung bietet dann eine willkommene Vereinfachung.

Was gibt es für Neuerungen?

Speziell für Personen mit Multipler Sklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird momentan an Bewegungssensoren geforscht, welche diese dann als Weste am Körper tragen können. Diese Sensoren erkennen unter Anderem spezielle Bewegungsabläufe, wie beispielsweise das Steigen einer Treppe. Ist das gewöhnliche Bewegungsmuster des Betroffenen dann deutlich verändert, kann davon ausgegangen werden, dass dieser Hilfe benötigt.