Mobilnotruf / Mobiler Notruf



Ein Mobilnotruf funktioniert ähnlich wie ein Hausnotruf. Der Unterschied ist, dass ein Handy als Sender fungiert und der Betroffene somit auch Unterwegs die Vorteile eines Notrufs nutzen kann. Das Notrufhandy hat dabei oftmals ein GPS-Sender integriert, mi dessen Hilfe sogar eine Ortung des Betroffenen möglich ist und schnelle Hilfe garantiert ist.

Mobiler Notruf im Detail

Den sogenannten Mobilnotruf haben einige Anbieter wie DRK, Malteser, Johanniter, WertVision, Sonotel, Engelschutz,  D.S.P. & HNR und ASD-HNR für ihre Kunden im Programm. Über das eigene Handy, ein spezielles gemietetes oder gekauftes Zwei- oder Drei-Tasten-Handy bzw. GPS-fähiges Mobiltelefon können Ältere dabei mit nur einem Knopfdruck schnelle Hilfe erhalten, wenn sie außerhalb des Hauses unterwegs sind, Unternehmungen oder Spaziergänge machen.

Der Mobilnotruf funktioniert im Prinzip wie der klassische Hausnotruf. Wird in einer Notsituation eine vorher festgelegte Schnelltaste beim eigenen Handy oder die Notruftaste des angemieteten oder gekauften Zwei- oder Drei-Tastenhandys oder GPS-Mobiltelefons gedrückt, wird automatisch eine Sprechverbindung zur Notrufzentrale  des jeweiligen Anbieters aufgebaut. Nachdem der Kunde seinen Standort durchgegeben hat, leitet der Mitarbeiter die notwendigen Maßnahmen ein.

Viele Anbieter ermöglichen es Senioren, ihr vorhandenes eigenes Handy zum mobilen Notrufgerät zu machen. Darauf wird eine zuvor festgelegte Kurzwahltaste zum Anbieter freigeschaltet. Auf dieser Kurzwahltaste wird die Rufnummer der jeweiligen Notrufzentrale abgespeichert. Drückt jemand die Kurzwahltaste, wird die in der Regel die jeweilige Notrufzentrale angerufen. Diese verständigt dann im Notfall die Bezugspersonen, den Hausarzt oder Pflegedienst, die der Kunde bei Vertragsabschluss dort benannt hat. Im Zweifelsfall wird gleich der Rettungsdienst alarmiert.

Mehrere Anbieter geben dem Kunden die Möglichkeit, ein spezielles Notrufhandy mit integrierter Notfalltaste zu kaufen oder zu mieten. Zum einen erhalten Senioren auf Wunsch zum Beispiel ein Zwei- oder Drei-Tasten-Handy an, das ihnen z. B. gegen Kaution bzw. monatliche Gebühren und eine einmalige Anschlussgebühr überlassen wird. Wird der Notfallknopf gedrückt, erkennt ein Mitarbeiter der jeweiligen Notrufzentrale automatisch den Anrufenden an der Handy-Nummer und fragt nach dem Hilfebedarf. Im Notfall verständigt er dann die beim Vertragsabschluss benannte Bezugsperson, den Hausarzt, Pflegedienst oder alarmiert den Rettungsdienst.

Diverse Anbieter offerieren Älteren auch ortungsfähige GPS-Mobiltelefone zur Miete oder zum Kauf, über die sie im Ernstfall über das General Positioning System (GPS) auch den Standort eines Kunden orten können, der sich wegen einer plötzlich auftretenden Erkrankung oder eines Unfalls nicht mehr bewegen kann. Dies macht besonders dann Sinn, wenn der Betroffene zum Beispiel nach Betätigung der Notfalltaste bewusstlos wird, ohne vorher seinen genauen Standort der Notfallzentrale durchgegeben zu haben. Meldet sich der Betroffene nicht, werden sofortige Rettungsmaßnahmen eingeleitet. – Der Service der Satellitenortung ist bei vielen Anbietern zusätzlich kostenpflichtig, zum Beispiel beim Malteser Mobilnotruf aber bereits inklusive.