Hausnotruf Kosten & Förderungen



Basisversorgung der größten Hausnotrufanbieter

Aktuell (Stand: September 2012) verlangen Wohlfahrtsverbände und private Anbieter monatlich 14,25 Euro bis ca. 25 Euro für die sogenannte Basisversorgung mit Anbindung an eine Hausnotrufzentrale, wobei fast alle Anbieter ihre Dienste bundesweit offerieren. Zwölf Anbieter hat pflege.de unter die Lupe genommen und damit die laut Stiftung Warentest wichtigsten Dienste im Blick: Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Malteser Hilfsdienst, Johanniter-Unfall-Hilfe, Sicrona, Sonotel, Engelschutz, Vitakt, D.S.P. & HNR, ASD-HNR, TeleCare24, WertVision und Arbeiter Samariter Bund (ASB).

Die einmaligen Anschlusskosten reichen von 6,80 Euro bis 78 Euro, wobei z.B. das DRK, die Johanniter und die Malteser unterschiedliche Preise aufgrund ihrer Organisation in regional zuständige und finanziell eigenverantwortliche Orts- oder Bezirksverbände verlangen.

Schlüsselverwahrung bei den Anbietern

Insgesamt rund 29 Euro bis zu 50 Euro monatlich kostet derzeit (September 2012) die Nutzung eines Hausnotrufsystems mit mehr Service-Dienstleistungen wie die Verwahrung des Haustürschlüssels des Kunden in einem Safe. In dieser erhöhten Monatsgebühr für umfangreicheren Service sind bei einigen Anbietern alle Anrufe beim Kunden kostenlos und tägliche Okay-Meldungen etc. enthalten. Andere Anbieter ermöglichen nur einen kostenlosen Anruf monatlich und berechnen alle weiteren Leistungen zusätzlich. Aus diesem Grund ist es sinnvoll einen Anbieter auszuwählen, der keine versteckten Kosten enthält. So bietet z.B. der Malteser Hausnotruf ein Komplettpaket, in dem bereits alle Kosten enthalten sind. Der große Vorteil hierbei ist, dass der Hilfsbedürftige im Notfall nicht zögert, den Notruf abzusetzen.

Notrufschaltung bei Anbietern

Zusätzlich mögliche Leistungen der Anbieter kosten ebenfalls extra: So bieten einige Dienstleister zu Gebühren von 3  Euro bis ca. 35 Euro monatlich eine Notruffunktion für das eigene Handy an. Andere verlangen dafür regional unterschiedliche Gebühren.

Miethandy vom Anbieter

Wer von seinem Hausnotruf-Anbieter ein Notrufhandy zur Miete nutzt, zahlt dafür monatlich zwischen 15 Euro und fast 50 Euro monatlich zusätzlich oder je nach seiner Heimatregion unterschiedliche Gebühren.

Rauchmelder vom Anbieter

Monatliche Preise ab 5 Euro, die Abrechnung nach Nutzungsdauer in Minuten über das Telefon-Festnetz oder mobile Telefonnetze sowie einmalige Pauschalen von 118 Euro verlangen Anbieter hierfür.

Sturzmelder und Fallsensoren vom Anbieter

Zwischen 6,80 Euro und 10,00 Euro verlangen Anbieter dafür. Malteser, Johanniter und ASB berechnen dafür regional unterschiedliche Preise.

Zuschüsse nur für die Basisversorgung

Bei anerkannter Pflegebedürftigkeit (Vorhandensein einer Pflegestufe) bezuschussen Pflegekassen die einmaligen Installationskosten mit 10,49 Euro und monatlichen Kosten für die Hausnotruf-Basisversorgung mit 18,36 Euro, wenn der Anbieter ihr Vertragspartner ist. So ist die Basis-Version, beispielsweise bei den Maltesern, für den Betroffenen kostenlos. Die Kostenerstattung für dieses „technische Pflegehilfsmittel“ müssen Pflegebedürftige bei ihrer Pflegekasse beantragen.

Wichtiger Hinweis:

Für Lösungen über Mobilfunknetze zahlen Pflegekassen in der Regel keine Zuschüsse, sondern nur für die Installation und den Betrieb der Basisversorgung über Telefon-Festnetze.

Bei anerkannter Pflegebedürftigkeit bezuschussen Pflegekassen lediglich die einmaligen Installationskosten mit 10,26 Euro und die monatlichen Kosten für die Basisversorgung über das Telefon-Festnetz, die üblicherweise  18,36 Euro betragen. Bedingung: Der gewählte Anbieter muss Vertragspartner der Pflegekasse des Nutzers sein. Die Kostenerstattung für dieses „technische Pflegehilfsmittel“ müssen Pflegebedürftige bei ihrer Pflegekasse beantragen.

Für weitere Fragen zum Thema steht Ihnen gerne das qualifizierte Beratungsteam zur Verfügung. Diese sind für Sie kostenlos unter Tel. 0800 666 222 101 von 8 bis 20 Uhr erreichbar.